EMV-Messtechnik

Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) beschreibt die Eigenschaft eines technischen Gerätes, sich von elektromagnetischen Effekten anderer Geräte nicht stören zu lassen und mit seinem eigenen elektromagnetischen Umfeld wiederum andere Geräte nicht irritiert

So findet sich beispielsweise in einem Fahrzeug eine große Anzahl komplexer Netzwerke und Bussysteme, die jeweils eine Vielzahl an Sicherheits- und Komfortfunktionen verantworten und sich demnach keinesfalls gegenseitig beeinflussen dürfen. Noch höhere Priorität erfährt die elektromagnetische Verträglichkeit im Zusammenhang mit hohen Leistungen im Bereich Elektromobilität.

EMV-Labor

Im EMV-Labor von Rosenberger misst eine hochmoderne und -präzise Absorberkabine Störemissionen auf Komponentenebene entsprechend ISO 11452-2 und EN 55025 (CISPR 25).

Die verbauten Ferrit- und Hybridabsorber erlauben Messungen im Frequenzbereich 9 kHz bis 18 GHz sowohl mit Antenne, Koppelzange als auch Streifenleitung.

Darüber hinaus führt Rosenberger eine Vielzahl an entwicklungsbegleitenden Untersuchungen durch. So werden beispielsweise Signalintegrität von Hochgeschwindigkeitsdatenverbindungen, Kopplungsmechanismen an Hochvoltsystemen oder das Abstrahlungsverhalten passiver und aktiver HF-Komponenten im Fernfeld gemessen.

Schirmmesstechnik

Rosenberger entwickelte – in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Kabelhersteller bedea – das Schirmmesssystem CoMeT

Ein System, das auf der Messung der Verkopplung zwischen innerem und äußerem Kreis in einer triaxialen Anordnung basiert. Die Vermessung erfolgt mit Hilfe eines Netzwerk-Analysators und findet mittlerweile – aufgrund der Standardisierung der Methode durch die IEC in der Serie IEC 62153-4-X – weltweit Einsatz. Viele der bei Rosenberger in der täglichen Arbeit mit dem System gewonnenen praktischen und theoretischen Erkenntnisse sorgen im Rahmen aktiver Normungsarbeit für die stetige Optimierung dieser Standards.

Mit Hilfe des triaxialen Schirmmessaufbaues werden die Schirmungseigenschaften von Kabeln und Steckverbindern, beschrieben durch den Kopplungswiderstand und die Schirmdämpfung, messtechnisch präzise ermittelt. Dieses Messverfahren ermöglicht es Ingenieuren unterschiedliche Kabelschirmkonzepte bezüglich ihrer Schirmungseigenschaften zu bewerten.

Gemeinsam mit einem universitären Kooperationspartner wurde eine grafische Benutzeroberfläche entwickelt, um die ermittelten Messergebnisse mit den theoretisch errechneten Schirmdämpfungen zu vergleichen.

In Zusammenarbeit mit bda entwickelte Rosenberger das Messrohr CoMeT (Coupling Measuring Tube). Es dient der Beurteilung der Schirmwirkung (Schirmdämpfung, Kopplungs-widerstand und Kopplungsdämpfung) koaxialer und symmetrischer Kabel und Steckverbinder.

Vertrieb und Service: bda connectivity GmbH